Robert Stockhammer

Kartierung der Erde
Kulturwissenschaftliche Untersuchungen zur Dialektik der Säkularisierung

Bild und Text
Wilhelm Fink Verlag, München 2007, 233 Seiten
ISBN 978-3-7705-4304-5

Viele literarische Texte sind fasziniert von der Macht und Evidenz kartographischer Darstellung. Nicht nur erzählen sie von Karten oder werden von ihnen begleitet - oft nähern sie sich in ihren eigenen Verfahren der Kartographie an. Damit erkunden sie zugleich die Affinitäten und Unterschiede der Medien Kartographie und Literatur. Stockhammers Studie vergleicht die Zeichensysteme Kartographie und Literatur. Der erste Teil beschreibt die Macht von Karten und die Lust an ihnen aus historischer und systematischer Perspektive. Der zweite Teil stellt fünf Einzellektüren von Romanen aus dem 18. und 19. Jahrhundert (von Swift, Schnabel, Goethe, Stifter und Melville) vor, die sich zugleich mit jeweils zeitgenössischen Phasen und Aspekten der Kartographiegeschichte auseinandersetzen. Kartiert werden unter anderem Zwerge, Riesen und Wale, auf dem Weg von Lilliput und Brobdingnag über den österreichischen Lautersee zurück in den Pazifik.

Medienecho

26.02.2008
Hic sunt leone

Rezension von Walter Delabar, in: literaturkritik.de vom Februar 2008

18.06.2007
Kartierung der Erde

Rezension von Andreas Steinsieck, in: H-Soz-Kult vom 18.6.2007

03.05.2007
Woher wir kommen, wohin wir gehen

Pamuk, Johnson, Swift: Literaten kartieren ihre Welten, Wissenschaftler nehmen die Spur auf. Rezension von Steffen Richter, in: Tagesspiegel vom 3.5.2007