Vortrag im Rahmen der Ausstellung "Die Sprache des Geldes"
20.10.2009 · 20.30 Uhr

"Wir sind für ein höheres Geld bestimmt". Geld und Gesellschaftstheorie in der Neuzeit

Ort: Museum für Kommunikation, Leipziger Str. 16, 10117 Berlin
Organisiert von Daniel Weidner

Programm

Vortragsreihe im Rahmen der Ausstellung "Die Sprache des Geldes"

Kooperation des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung Berlin mit dem Museum für Kommunikation Berlin.


Zum Vortrag:
Über Geld nachzudenken, heißt immer auch darüber nachzudenken, was die Gesellschaft zusammenhält. Zwar wird Geld meist nur als bloßes Tauschmittel betrachtet, ein Werkzeug, das eigentlich für andere, wirkliche Güter steht. Aber für manche Denker wurde es auch mehr. Es bekam sein eigenes Leben, seine eigene Substanz, seinen eigenen Geist – und zwar gerade als Papiergeld, das doch so scheinbar gar nichts wert ist und doch zum Maßstab aller Werte wird. An John Locke, Adam Müller und Georg Simmel kann man diese Faszination des Geldes beobachten, die immer auch eine Faszination mit der Fiktion ist und sich daher auch immer wieder fiktionaler und literarischer Muster bedient – die Denkgeschichte des Geldes liebt Erzählungen und schwelgt in Metaphern.

Medienecho

23.10.2009
Money speaks. Die Sprache des Geldes im Museum für Kommunikation Berlin

Blogeintrag von Torsten Flüh, in: nightoutatberlin.jaxblog.de vom 23.10.2009